E-Bike in 60 Sekunden

E-Bikes sind vielen Leuten noch zu teuer. Das GEO Orbital Wheel bietet eine interessante Alternative.

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Zugegeben, E-Bikes sind richtig angesagt. Aber meist auch richtig teuer. Und das alte Fahrrad würde bei der Anschaffung eines E-Bikes im Keller verrosten. Die Macher des GEO Orbital Wheels haben eine schlaue Lösung für dieses Dilemma: ein Vorderrad mit eingebautem Motor und Batterie. In weniger als 60 Sekunden lässt es sich in fast jeden herkömmlichen Drahtesel einbauen. Das Wheel ist in zwei Größen erhältlich und funktioniert in über 95 Prozent aller gängigen Räder mit 26-, 28- oder 29-Zoll-Felgen. Einzige Voraussetzung: Felgenbremsen.

Mit dem großen Wheel in der Gabel kommt der E-Radler auf eine Geschwindigkeit von rund 32 Kilometer pro Stunde. Wenn er mittritt, fährt ihn das Bike gut 80 Kilometer weit. Praktisch: Der Akku hat einen USB-Ausgang für das Handy oder die Lichter.

Noch ein paar Fakten

Beide Wheel-Modelle, die es in verschiedenen Farben gibt, werden mit 500-Watt-Motor und wiederaufladbarem sowie wechselbarem Akku ausgeliefert. Das größere Rad verfügt über einen Akku mit 10 Amperestunden, der nach vier Stunden voll aufgeladen ist. Beim 6-Amperestunden-Akku des kleinen Rads genügen drei Stunden. Die Batterien lassen sich auch beim Fahren aufladen. Dann heißt es aber: stärker treten. Das Rad ist voraussichtlich ab April für 860 Euro erhältlich. Mehr unter: www.geoo.com

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Noch eine Alternative

Ein ähnliches Konzept verfolgen die Macher vom Copenhagen Wheel. Der auffälligste Unterschied besteht darin, dass dieser knallrote E-Antrieb im Hinterrad steckt. Aber genauso wie GEO Orbital Wheel passt auch das Copenhagen Wheel in nahezu jedes Fahrrad. Die Montage ist laut Angaben des Herstellers Superpedestrian kinderleicht und schnell gemacht. Das ganze System wird über eine App gesteuert. Sie zeigt zum Beispiel, wieviel Energie vom Fahrer und wieviel aus der Batterie kommt oder welche Strecken man wann gefahren ist.

Der Motor leistet 250 Watt, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 km/h, die Reichweite bei gut 50 Kilometern. Nach zwei Stunden ist es zu 80 Prozent, nach vier Stunden zu 100 Prozent geladen. Das Hinterrad mit Antrieb kostet rund 1200 Dollar. Sie haben gar kein Fahrrad? Kein Problem: Superpedestrian verkauft auch ein ganzes Rad plus entsprechend ausgerüstetes Hinterrad, Kostenpunkt 1999 Dollar. Übrigens: Erstmals präsentiert wurde der Prototyp des Rads zur Klimakonferenz 2009 in Kopenhagen. Das Ziel der Entwicklicker vom amerikanischen MIT war, mehr Leute dazu zu bringen, aufs Fahrrad umzusteigen. Mehr zum Thema E-Bike-Nachrüsten gibt es hier.