Photovoltaik-Förderung sinkt weiter

Die Vergütung von Photovoltaik-Anlagen sinkt vom 1. Februar bis zum 1. April um monatlich jeweils einen Prozent. Die Zubauzahlen liegen erstmals seit der EEG-Reform im gewünschten Rahmen.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur sinken die Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen im Zeitraum vom 1. Februar bis zum 1. April 2014 jeweils zum Monatsersten um ein Prozent. Die jährlichen Zubauzahlen lägen mit 3.300 Megawatt (MW) erstmals seit der Reform des EEG im Jahr 2012 innerhalb des gesetzlich festgelegten Zubaukorridors von 2.500 MW bis 3.500 MW, so die Bundesnetzagentur.

Bereits im vergangenen Jahr hat sich der monatliche Zubau von PV-Anlagen verstetigt“, sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. So sei bei der Degressionsberechnung für die Monate November 2013 bis Januar 2014 der Korridor nur noch um 559 MW überschritten worden. Diese Entwicklung hat sich nun konsequent fortgesetzt, was wir sehr begrüßen, so Jochen Homann weiter.

Was hinter dem Zubaukorridor steckt

Die Einspeisevergütung für Strom aus PV-Anlagen nach dem EEG wird monatlich angepasst. Die Einspeisevergütung wird zusätzlich abgesenkt, wenn sich der Zubau oberhalb des im EEG festgelegten Korridors von 2.500 MW bis 3.500 MW pro Jahr bewegt.

Die Absenkung erfolgt dabei stufenweise je nach Höhe der Überschreitung. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors würde dazu führen, dass die Vergütung weniger stark sinkt, gleich bleibt oder sogar ansteigt.

2013 nur halb so viele neue Anlagen wie im Vorjahr

Die Bundesnetzagentur ist für die Registrierung der nach dem EEG geförderten PV-Anlagen zuständig. Darüber hinaus ermittelt sie die neuen Einspeisevergütungen und veröffentlicht diese im Bundesanzeiger und auf ihren Internetseiten. Für die Berechnung der Degression bilden die vergangenen zwölf Monate die Datengrundlage.

Im Rahmen der aktuellen Absenkung der Vergütungssätze sind dies die Zubauzahlen der Monate Januar 2013 bis Dezember 2013. Ein Vergleich des Zubaus im Jahr 2013 (3.300 MW) mit dem Zubau im Jahr 2012 (7.600 MW), ergab eine Abnahme um ungefähr 57 Prozent.